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Wallisellen ZHArgwohn um Wahl der schönsten -Schweizerin
Der Wettbewerb «La Fotomodella Italiana Svizzera» Wallisellen soll jungen Frauen als Sprungbrett Modelbranche dienen. Modelagenturen aus Zürich haben keine Kenntnis vom Schönheitswettbewerb.
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Am 22. Juni findet im Zürcher Glattzentrum der Schönheitswettbewerb «La Fotomodella Italiana Svizzera» statt.
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Gewinnerinnen sollen im September am Italien teilnehmen und Chancen auf ein Fotoshooting sowie einen Auftritt bei der Week Mailand haben.
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Modelagenturen Zürich haben keine Kenntnis vom Schönheitswettbewerb, warnen vor möglichen versteckten Kosten und raten den Teilnehmerinnen, sich kritisch zu informieren.
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Veranstalterinnen versichern hingegen Ehrlichkeit und Transparenz.
«Welche junge Frau träumt nicht davon, vor der Kamera oder im Rampenlicht einer Modenschau zu stehen?» Das fragen Veranstalter des Schönheitswettbewerbs «La Fotomodella Italiana Svizzera», der am 22. Juni im Zürcher Glatt Tower stattfinden wird. Der Wettbewerb soll jungen Frauen zwischen 15 und 27 Jahren als Sprungbrett ins Modelleben dienen.
Den drei schönsten Teilnehmerinnen winken das der Wettbewerbsreihe Italien im September und ein professionelles Fotoshooting. Zudem sollen sie Möglichkeit erhalten, auf dem Catwalk an der Week Mailand mitzulaufen. Der Wettbewerb hat seinen Ursprung Italien: Wilmer Lanfredini sucht bei «La Fotomodella Italiana» seit 2007 regelmässig schönste Italienerin – darunter nun auch junge Frauen mit italienischen Wurzeln aus der Schweiz.
«Versteckte Folgekosten möglich»
Mehreren Modelagenturen Zürich sind – trotz zahlreicher Kontakte nach Italien – der Schönheitswettbewerb, der Name Lanfredini und der Name des Mode-Fotografen Norberto Wittwer gänzlich unbekannt. Sie sagen: Schönheitswettbewerbe, wie vor 20 Jahren zahlreiche Zuschauer vor den Fernseher lockten, seien heute nicht mehr zeitgemäss.
Kritisch gegenüber dem Wettbewerb äussert sich Jad Hayek, CEO der Modelagentur «Fotogen» Zürich. « Zeiten, denen Schönheitswettbewerbe grosse Namen im Business hervorbrachten, sind vorbei.» Ausserdem sei es unüblich, dass Organisatoren bereits Mädchen ab 15 Jahren anwerben.
«Dadurch könnten für Teilnehmerinnen zusätzliche Kosten entstehen, sie selbst tragen müssen.»
Hayek warnt insbesondere davor, dass vorab gemachte Versprechen nicht ausreichend erklärt werden. «Dadurch könnten für Teilnehmerinnen zusätzliche Kosten entstehen, sie selbst tragen müssen», sagt Hayek. So könnte es beispielsweise sein, dass Models für weitere Shootings sowie für An- und Abreise und Unterkunft selbst aufkommen müssen.
Bettina Schaefer, Director bei der Scoud Model Agency, empfiehlt Teilnehmerinnen, sich vorab kritisch und hinterfragend über den Wettbewerb zu informieren. «Durante Italien ist man halt noch ein wenig nostalgisch unterwegs. Ist der Wettbewerb fair und mit versprochenen Preisen ehrlich, gibt es nichts dagegen einzuwenden.»

Wilmer Lanfredini (Zweiter von rechts) gründete 2007 den Schönheitswettbewerb Italien. Cinzia Lopez hat nun Rechte von Lanfredini erhalten, -Schweizerinnen für das Italien zu suchen.
Norberto Wittwer
«Ehrlichkeit und Transparenz ist uns das Wichtigste»
Eine der Organisatorinnen des Schönheitswettbewerbs «La Fotomodella Italiana Svizzera», Cinzia Lopez, wurde nach dem Gewinn einer -Wahl ebenfalls mit leeren Versprechungen konfrontiert. Sie versichert deshalb, dass dies bei ihrem Wettbewerb nicht der Fall sein wird. «Was wir versprechen, das halten wir auch ein. Ehrlichkeit und Transparenz ist uns das Wichtigste.»
Vertraglich seien Preise, wie beispielsweise ein Workshop bei einer Modelacademy Berlin sowie eine Fotokampagne für eine Group Winterthur, festgehalten und von der Gegenseite zugesichert. «Was Week Mailand betrifft, ist es aber ausgeschlossen, dass Gewinnerinnen für ganz grosse Brands mitlaufen können. Auftritte für kleinere Fashionlabels sind hingegen zugesichert», so Lopez.
Auch Kosten für den Finaleinzug Italien seien gedeckt. Sie wolle den Traum der angehenden Models wahr werden lassen, betont Lopez: «Ich versichere, dass ich selbst für alles aufkommen werde, sollten Kosten nicht übernommen werden.»
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